Fassadensanierung: Was können Sie selbst machen?

Fassadensanierung: Was können Sie selbst machen?

Eine gepflegte Fassade ist nicht nur die Visitenkarte Ihres Hauses – sie schützt auch das Mauerwerk vor Witterungseinflüssen wie Regen, Frost und UV-Strahlung. Doch wenn der Putz abblättert, Risse entstehen oder die Farbe verblasst, stellt sich die Frage: Was können Sie selbst erledigen, und wann ist es besser, eine Fachfirma zu beauftragen? Hier erfahren Sie, welche Arbeiten sich für Heimwerker eignen und wo Vorsicht geboten ist.
Zustand der Fassade prüfen
Bevor Sie loslegen, sollten Sie die Fassade gründlich begutachten – am besten an einem trockenen Tag. Achten Sie auf:
- Risse im Putz oder Mauerwerk
- Abgeplatzte Farbe oder Putzstellen
- Dunkle Flecken, die auf Feuchtigkeit hinweisen
- Bröckelnde oder lose Fugen
Kleinere Schäden können Sie meist selbst beheben. Wenn Sie jedoch großflächige Risse, feuchte Stellen oder lose Ziegel entdecken, sollten Sie einen Baumeister oder Maurer hinzuziehen. Solche Anzeichen können auf tieferliegende Probleme hinweisen, etwa auf aufsteigende Feuchtigkeit oder Setzungsrisse.
Reinigung – der erste Schritt zur neuen Optik
Eine gründliche Reinigung wirkt oft Wunder. Algen, Schmutz und Abgase lassen die Fassade schnell alt aussehen, können aber meist mit einer weichen Bürste, Wasser und einem milden Reinigungsmittel entfernt werden. Verwenden Sie den Hochdruckreiniger nur mit Vorsicht – zu hoher Druck kann Putz und Fugen beschädigen.
Für Ziegel- oder Natursteinfassaden gibt es spezielle Fassadenreiniger, die in Baumärkten oder Fachgeschäften erhältlich sind. Spülen Sie anschließend gründlich mit klarem Wasser nach, damit keine Rückstände bleiben.
Fugen ausbessern – ein klassisches Heimwerkerprojekt
Wenn die Fugen zwischen den Ziegeln bröckeln, können Sie kleinere Bereiche selbst erneuern. Das erfordert etwas Geduld, aber kein Spezialwerkzeug.
- Alte, lose Fugen mit einem Fugeisen oder Meißel auskratzen.
- Staub entfernen und die Fugen leicht anfeuchten.
- Neue Mörtelfugen mit einer Fugenkelle oder Kartusche einbringen.
- Glätten und langsam aushärten lassen – idealerweise bei bedecktem Wetter.
Achten Sie darauf, einen Mörtel zu verwenden, der zum Baujahr und Material Ihres Hauses passt. Ältere Gebäude benötigen oft kalkhaltige, weichere Mörtel, während bei neueren Häusern zementhaltige Mischungen üblich sind.
Putz und Anstrich ausbessern
Bei verputzten Fassaden können Sie kleinere Abplatzungen selbst reparieren. Entfernen Sie lose Putzteile, reinigen Sie die Fläche und tragen Sie neuen Putz in passender Struktur auf. Nach dem Trocknen können Sie mit einer diffusionsoffenen Fassadenfarbe streichen, die Feuchtigkeit entweichen lässt.
Wichtig: Streichen Sie niemals auf feuchten oder beschädigten Untergrund. Das kann Feuchtigkeit einschließen und langfristig zu Schäden führen. Wenn größere Flächen betroffen sind oder der Putz sich wölbt, ist professionelle Hilfe ratsam.
Größere Arbeiten den Profis überlassen
Arbeiten wie eine komplette Neuverfugung, Wärmedämmung oder die Sanierung von Rissen im Mauerwerk sollten Sie Fachleuten überlassen. In Österreich gelten zudem bestimmte bau- und denkmalschutzrechtliche Vorschriften, insbesondere bei älteren Gebäuden oder in Ortskernen. Ein erfahrener Handwerker kann Sie hier beraten und sicherstellen, dass alle Arbeiten fachgerecht und gesetzeskonform ausgeführt werden.
Regelmäßige Pflege zahlt sich aus
Nach der Sanierung ist regelmäßige Kontrolle entscheidend. Überprüfen Sie die Fassade einmal jährlich – besonders nach dem Winter – auf neue Risse, Algen oder Verschmutzungen. Reinigen Sie Dachrinnen und Fallrohre, damit Regenwasser ungehindert abfließen kann. So vermeiden Sie Feuchtigkeitsschäden und verlängern die Lebensdauer Ihrer Fassade erheblich.
Mit Umsicht selbst Hand anlegen
Viele kleinere Arbeiten an der Fassade können Sie selbst durchführen – mit etwas handwerklichem Geschick und der richtigen Vorbereitung. Wichtig ist, die Grenzen zu kennen: Sobald es um statische Probleme, Feuchtigkeit im Mauerwerk oder großflächige Schäden geht, sollten Sie Profis beauftragen. So bleibt Ihr Haus nicht nur schön, sondern auch dauerhaft geschützt – und Sie können mit Stolz sagen, dass Sie selbst zur Werterhaltung beigetragen haben.











