Waschmaschine und Wäschetrockner: Übersehene Stromfresser im Haushalt

Versteckte Energiekosten im Alltag – so sparen Sie Strom beim Waschen und Trocknen
Strom
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4 min
Waschmaschine und Wäschetrockner gehören zu den größten, aber oft übersehenen Stromverbrauchern im Haushalt. Erfahren Sie, wie Sie mit einfachen Maßnahmen und energieeffizienten Geräten Ihren Stromverbrauch in Österreich senken und gleichzeitig die Umwelt schonen können.
Franziska Bock
Franziska
Bock

Waschmaschine und Wäschetrockner: Übersehene Stromfresser im Haushalt

Versteckte Energiekosten im Alltag – so sparen Sie Strom beim Waschen und Trocknen
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4 min
Waschmaschine und Wäschetrockner gehören zu den größten, aber oft übersehenen Stromverbrauchern im Haushalt. Erfahren Sie, wie Sie mit einfachen Maßnahmen und energieeffizienten Geräten Ihren Stromverbrauch in Österreich senken und gleichzeitig die Umwelt schonen können.
Franziska Bock
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Bock

Wenn die Stromrechnung steigt, denken viele zuerst an Heizung, Beleuchtung oder Unterhaltungselektronik. Doch zwei der größten Energieverbraucher stehen oft unbeachtet im Keller oder im Badezimmer: die Waschmaschine und der Wäschetrockner. Sie sind aus dem Alltag kaum wegzudenken, können aber – je nach Nutzung – beträchtlich zum Stromverbrauch beitragen. Hier erfahren Sie, warum diese Geräte zu den übersehenen Stromfressern im Haushalt gehören und wie Sie ihren Energieverbrauch in Österreich senken können, ohne auf saubere Wäsche zu verzichten.

Warum Waschen und Trocknen so viel Energie kosten

Eine moderne Waschmaschine benötigt im Durchschnitt zwischen 0,5 und 1 Kilowattstunde (kWh) pro Waschgang – abhängig von Temperatur, Programm und Energieeffizienzklasse. Das klingt wenig, summiert sich aber schnell: Eine vierköpfige Familie, die mehrmals pro Woche wäscht, kommt leicht auf über 200 Waschladungen im Jahr.

Der Wäschetrockner ist jedoch der größere Energiefresser. Er verbraucht meist zwei- bis dreimal so viel Strom wie die Waschmaschine. Der Grund: Beim Trocknen muss Wärme erzeugt werden, und das ist energieintensiv. Selbst moderne Wärmepumpentrockner benötigen deutlich mehr Strom als ein Waschgang – auch wenn sie im Vergleich zu älteren Kondens- oder Ablufttrocknern wesentlich sparsamer sind.

Kleine Änderungen mit großer Wirkung

Mit ein paar einfachen Gewohnheiten lässt sich der Energieverbrauch deutlich senken:

  • Bei niedrigeren Temperaturen waschen. Die meisten Textilien werden auch bei 30 oder 40 Grad sauber. Jede Temperaturstufe weniger spart Strom, da weniger Wasser erhitzt werden muss.
  • Maschine voll beladen. Eine halbvolle Trommel verbraucht fast genauso viel Energie wie eine volle. Warten Sie lieber, bis genügend Wäsche zusammengekommen ist.
  • Eco-Programme nutzen. Diese dauern länger, verbrauchen aber weniger Energie, weil sie mit geringerer Temperatur und optimierter Wasserzirkulation arbeiten.
  • Effektiv schleudern. Je höher die Schleuderdrehzahl, desto trockener ist die Wäsche – und desto kürzer muss sie im Trockner bleiben.
  • Lufttrocknen, wann immer möglich. Eine Wäscheleine oder ein Trockenständer sind kostenlos und schonen sowohl Textilien als auch Umwelt. In Österreich kann Wäsche auch im Winter gut in Innenräumen trocknen, wenn regelmäßig gelüftet wird.

Energieeffiziente Geräte wählen

Beim Neukauf lohnt sich ein Blick auf das EU-Energielabel. Geräte der Klassen A oder B verbrauchen deutlich weniger Strom als ältere Modelle. Eine moderne Wärmepumpentrockner-Technologie kann den Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Trocknern um bis zu 50 % senken.

Auch wenn die Anschaffung teurer ist, rechnet sich die Investition oft nach wenigen Jahren – besonders bei Haushalten, die häufig waschen und trocknen. In Österreich gibt es zudem immer wieder Förderaktionen oder Rabatte für besonders energieeffiziente Geräte, etwa über regionale Energieversorger oder Umweltförderprogramme.

Regelmäßige Pflege spart Energie

Selbst die beste Maschine arbeitet ineffizient, wenn sie nicht richtig gepflegt wird:

  • Flusensieb und Wärmetauscher reinigen. Ein verstopftes Sieb verlängert die Trocknungszeit erheblich.
  • Waschmaschine entkalken. In Regionen mit hartem Wasser – etwa in Teilen Niederösterreichs oder der Steiermark – kann Kalk die Heizstäbe belasten und den Stromverbrauch erhöhen.
  • Für gute Belüftung sorgen. So vermeiden Sie Überhitzung und verlängern die Lebensdauer der Geräte.

Den richtigen Zeitpunkt wählen

Mit einem Stromtarif mit zeitabhängigen Preisen – wie sie in Österreich zunehmend angeboten werden – kann es sich lohnen, Wasch- und Trockenvorgänge in die günstigeren Stunden zu legen, etwa in der Nacht oder am frühen Nachmittag. Viele moderne Geräte verfügen über eine Startzeitvorwahl, mit der sich der Waschgang automatisch planen lässt.

Ein nachhaltigerer Haushalt

Energie sparen bedeutet nicht nur geringere Kosten, sondern auch weniger CO₂-Ausstoß. Waschmaschine und Trockner machen einen spürbaren Anteil am Stromverbrauch eines österreichischen Haushalts aus. Wer bewusst wäscht, energieeffiziente Geräte nutzt und so oft wie möglich lufttrocknet, leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz – und freut sich gleichzeitig über eine niedrigere Stromrechnung.